Freude mit Rhythmus schenken

Freude mit Rhythmus schenken

 

Projekt „Freude mit Rhytmus schenken“

Projektführende Stelle:  Ehrenamtsinitiative „Flüchtlings-/Migrantenhilfe Neunkirchen“, in Zusammenarbeit mit anderen interessierten Gruppen, Einrichtungen und Personen

Projektträger: Ortsverband Saarland der Litauischen Gemeinschaft in Deutschland. e.V.  (kurz OV der Litauer im Sarland)

Zielgruppe:

  • Alte Menschen und Menschen mit Behinderung z.B. Bewohner von Pflegeeinrichtungen
  • Flüchtlinge und andere Neuzuwanderer
  • Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen

Projektzeitraum: 27.11.2017 – 25.11.2018

Ausgangssituation

Ihre freie Zeit verbringen sowie neuzugewanderte Menschen mit Migrationshintergund, auch Menschen mit Behinderung noch oft „unter sich“ – nicht zuletzt, weil es an offenen integrativen und inklusiven Angeboten mangelt. Um da etwas zu ändern, wird  die Ehrenamtsinitiative „Flüchtlings- und Migrantenhilfe Neunkirchen“ eigenen Beitrag leisten. Während des Projektes möchte sie die Themen Vielfalt und Inklusion näher bringen und dafür werben, sich gemeinsam für den Abbau von Berührungsängsten zu engagieren.

Umsetzung

Durch  Mitgestaltung und Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Aktionen werden die Flüchtlinge und neu-Zuwanderer einen ersten Schritt in Bereichen Inklusion und gesellschaftliches soziales Engagement gehen.

Höhepunkt des Projektes ist die Beteiligung mit eigenem/-en Beitrag/-ägen   am Europäischen Protesttag für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Seit 24 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland verschiedene Aktionen. Der Aktionszeitraum in diesem Jahr ist von 28.04. – 13.05.2018. festgelegt (www.aktion-mensch.de/aktionstag-5-mai.html) Diesjähriges Motto lautet „Inklusion von Anfang an“, um insbesonders Kinder, Jugendliche und ihre Eltern aber auch Menschen die in Schulen oder der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten, zu erreichen.

Wir wollen durch Information, Begegnungen, Aktionen und künstlerischen Darbietungen uns dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Gerne werden die Neubürger mit den Bewohner und sozialbenachteiligten  Jugendlichen auch weitere Aktionen durchführen, wie z.B. gemeinsame Ausflüge, Kochevents und sich mit Infoständen bei der weiteren thematischen Veranstaltungen präsentieren.

Hierzu suchen  wir noch Kinder ab 13 J. und Jugendliche mit Flucht- und anderem Migrationshintegrund, die gerne bei dem Projekt mitmachen möchten, insbesondere die musikalische Darbietung einsetzen können. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei Laima Rui – siehe Kontakt

Gefördert wird das Projekt Durch das Förderprogramm ‚Noch viel mehr vor‘ von „Aktion Mensch“

Weltfrauentag 2018

Weltfrauentag 2018

Glückwünsche an alle Frauen, insbesondere ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen: Sag der Studie zu Ehrenamtlichen, für Flüchtlinge engagieren sich vor allem Frauen – drei Viertel der Ehrenamtlichen sind weiblich. Herzlichen Dank für eure tolle Leistung!

 

Heute ist Weltfrauentag!
Frauen gehen seit dem 8. März 1921 weltweit auf die Straße und kämpfen für Gleichberechtigung. Entstanden ist dieser Tag in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Später wurde er von den Vereinten Nationen zum Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden ernannt.

Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge

Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge

Veranstaltung für und mit Flüchtlingen

„Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge“

am Mittwoch, 7.März 2018, 18 Uhr

im KOMMzentrum, Kleiststraße 30 B, 66538 Neunkirchen

Sie informieren, Ihre Fragen beantworten und mit Ihnen diskutieren die Vertreter von folgender Institutionen:

  • Jobcenter im Landkreis Neunkirchen
  • Welcome Center Neunkirchen
  • Micado Migration
  • IQ-Netzwerk Saarland, Teilprojekt „Qualifizierungsbegleitung für internationale Pflegekräfte im Prozess der beruflichen Anerkennung“
  • IHK Saarland – Flüchtlingsnetzwerker
  • HWK Saarland – Flüchtlingsnetzwerker
  • Projekt KOMPASS des Deutschen Roten Kreuzes
  • AQA gGmbH – gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft  des Landkreises Neunkirchen
  • JugendBeratungsZentrum Kompass des Landkreises Neunkirchen

Veranstalter:

  • Ehrenamtsinitiative „Flüchtlings-/Migrantenhilfe Neunkirchen“
  • Interkultureller Freundeskreis Ottweiler
  • Deutsch-Syrischer Freundschaftsverein „Weißer Jasmin“ Merchweiler
  • Ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiter und aktive Flüchtlinge aus dem ländlichem Raum

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „GeTeZu-Gesellschaftliche Teilhabe Zusammen“ statt.

Projektführung: OV der Litauer im Saarland

Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge

Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge

Am 07.03.2018 findet eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge“ in Neunkirchen im KOMM-Zentrum statt. Wer sich an den Vorbereitungen und der Gestaltung der Veranstaltung beteiligen möchte ist herzlich eingeladen.

Projekt „GeTeZu“

Projekt „GeTeZu“

Projekt „GeTeZu – Gesellschaftliche Teilhabe Zusammen“

Ehrenamtsinitiative „Flüchtlings- und Migrantenhilfe Neunkirchen“

Projektlaufzeit: 09.10.2017- 08.10.2018.

Zweck: Mit dem Integrationsprojekt GeTeZu – „Gesellschaftliche Teilhabe Zusammen“ soll Aktivitäten der Ehrenamtsinitiative „Flüchtlings- und Migrantenhilfe Neunkirchen“ fortgesetzt und erweitert, Ehrenamtsarbeit gestärkt, Motivation von Geflüchteten, insbesonders jungen und Partizipation in die Arbeit von Flüchtlingshelfern nachhaltig zu verankern gefördert, Kultur-, Wissensaustauschs- und Begegnungen ermöglicht, Geflüchtete zu verschiedenen aktuellen gesellschaftlichen Themen sensibilisiert. Netzwerk mit ähnlichen Initiativen in kleineren Orten soll gestärkt/aufgebaut werden. Daneben soll die positive Wahrnehmung der Jugendlichen mit Fluchthintergrund in der Öffentlichkeit gestärkt werden. Weiterbildung für Projekteillnehmern und interessierten Ehrenamtlern, Verbandsmitgliedern, die sowie während auch nach Abschluss des Projektes als Multiplikatoren auch in eigenen Gruppen zu dieser Thematik tätig werden können, zu ermöglichen. Ausflüge und Exkursionen mit informativen Zielen und neue Heimat erkunden, ländliche Gebiete kennenlernen, außerschulische Angebote, Besuch von kulturellen Veranstaltungen, Infoveranstaltungen.

Zielgruppe altersunabhängig: Flüchtlinge, ehrenamtliche Helfer, Migranten, netzwerkende Initiativen mit ähnlichen Zielen und Migrantenselbstorganisationen, die sich kooperieren werden, Interessierte

Ausführende Stelle: OV der Litauer im Saarland.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Programms „500 Landinitiativen“ gefördert.

 

Sachbericht 2017

Sachbericht 2017

(Menüpunkt „2017“)

Projekt „Gelebte Teilhabe und Zusammenarbeit“

Sachbericht

Projektlaufzeit 01.01.-31.12.2017

Im Laufe des Projektes wurde sehr viel mit den Zielgruppen Flüchtlinge, Neu Zuwanderer, ehrenamtliche Begleiter gearbeitet und verschiedene Aktivitäten durchgeführt, darunter:

 

Regelmäßige Treffen

  • abwechselnd „Interkultureller Frauen-Treff“ für junge Frauen und Mütter und „Interkultureller Eltern-Treff“, sowie deren Kinder und Geschwister
  • Einmal monatlich fand „Austausch-Cafe“ statt.
  • Einmal monatlich fand unser „Cafe der Kulturen“ statt.

 

Unregelmäßige Treffen/Aktionen

  • Informationsveranstaltung „Psychische Belastungen bei Flüchtlingen, richtiger Umgang und Hilfsangebote“ in Zusammenarbeit mit dem DRK Saarland, der Interkulturellen Frauen-Selbsthilfegruppe „Bunte Seelen“ und dem JUZ-united Neunkirchen
  • Teilnahme an der Aktion Picobello-Aktion (bei welcher in der Innenstadt Neunkirchen Müll aufgesammelt und entsorgt wurde)
  • Besichtigung des Saarländischen Rundfunks (SR)
  • Kennenlernentreff mit  der Welcome Box Refugee Saar
  • Erlebnispädagogische Ausflüge zur „Gulliver Welt“ und zum Blumengarten in Bexbach
  • Präsentation mit einem Stand bei der Jobmesse „Gesundheitsbranche“ in der Berufschule in Neunkirchen
  • Begegnung mit den Mitgliedsverbänden des Landesjugendrings Saar
  • Präsentation mit einem Stand beim „Kinderfest“ der Stadt Neunkirchen
  • Info-Veranstaltung rund um das Thema „Bildung“ für Personen mit Migrationshintergrund, „Frauennachmittag“ im Rahmen der bundesweiten Aktion „Interkulturellen Woche“
  • Workshop „Ich, wir und die Anderen“ des Adolf-Bender-Zentrums in der DaF-Klasse der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen.

 

       Interessierten jungen  geflüchteten Männern dabei zu helfen, eine eigenständige Gruppe zu bilden.

Im Januar wurden 5 junge Geflüchtete als organisatorische Kraft ins Projektteam aufgenommen. Es wurde  ihnen ermöglicht, sich an der Planung und Durchführung von verschiedenen Aktivitäten im Rahmen des Projektes zu beteiligen. Sie lernten, eine Gruppe ihrer  Landsmänner zu koordinieren: Über 25  jungen Männer aus Syrien schlossen sich   zu einer Kulturgruppe zusammen. Kern der Kulturgruppe war die 17-köpfige Gruppe „Söhne Damaskus“, die traditionelle syrische Musik präsentiert. Hier wurde von dem Projektteam und ehrenamtlichen Helfern sehr viel Gruppenarbeit geleistet. Dabei wurden niederschwelige Methoden und Instrumente  des interkulturellen Lernens und erlebnispädagogische Maßnahmen verwendet, wie verschiedene Coachings, Workshops, Infostunden, Klärungsarbeit zur Pflege der Seite der syrischen Kulturgruppe auf Facebook.  Dazu wurde eine Plattform angeboten, um mehrere neue Kontakte zu knüpfen, sich zu beteiligen, sich zu informieren, sich zu vernetzen und die syrische Kultur bei  verschiedenen Veranstaltungen zu präsentieren, darunter:

  • Kennenlernentreff in der Edith Stein Sozialpflegeschule und Teilnahme an dem Tag der offenen Tür mit einem Auftritt
  • Besichtigung des Festivals der Migration und Kulturen in Luxembourg.
  • Kennenlernen bei einem Ideen-Workshop der Zusammenarbeit, gemeinsam mit   Vertretern des Landesjugendrings Saar und des Projektes samofa (Haus Afrika). Anschliessend folgten weitere Austausch-Treffen in Neunkirchen und Saarbrücken
  • Kennenlernentreff der Islamischen Gemeinde Saarland in Saarbrücken, mit Austauschgespräch mit dem Vorstand, Führung durch die Räume und die Moschee,
  • Teilnahme am Bühnenprogramm und Präsentation mit einem Stand beim Stadt-Fest „Neunkircher Frühling“,
  • Kennenlernentreff des Flüchtlingsnetzwerkes „ANKOMMEN in Saarbrücken-Altenkessel mit einem Auftritt bei dem Deutsch-Syrischen Nachbarschaftsfest
  • Teilnahme am Bühnenprogramm und Präsentation mit einem Stand beim  Interkulturellen Viertelfest Neunkirchen
  • Mitgestaltung des Gemeinschafts-Flashmobs der Malteser-Jugend/Saar und ihren Gästen –  Jugendlichen aus der Ukraine, und eintägige Teilnahme an ihrem Camp mit Workshops und anderen Aktivitäten,
  • Kennenlernentreff der „Flüchtlingshilfe Homburg/Saarpfalz“,  mit einem Auftritt bei ihrem Fest „Sport – Generationen verbindet“ mit der Turnvereinigung Oberbexbach 1894 e.V.

 

Anfang Juli fand im Rahmen des Projektes „Gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenarbeit“ eine Kooperation für die Veranstaltung „1.Deutsch-Syrische Fest in Neunkirchen“ statt. Dabei wurde eine sehr  intensive Begleitung mit Coachings beim Planen/Durchführen des Vorhabens angeboten.

Das Ganze diente auch als Anstoß für die eventuele Entstehung eines Vereins von Geflüchteten im Sinne der Volkerverständigung.

Nach der Interkulturellen Woche konnte die syrische Kulturgruppe ihre Aktivitäten schon eigenständig weiterführen.

Das Projekt wurde abgeschloßen durch Mitgestaltung einer Gemeinschaftsveranstaltung „Winterstimmung“ mit verschiedenen Gruppen, die ebenfalls die Räume im KOMMzentrum nutzen.

Das Projekt  „Gelebte Teilhabe und Zusammenarbeit“ wurde gefördert im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Neunkirchen“  im Bundesprogramm  „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

  

 

Save The Date; Īd al-Fitr

Save The Date; Īd al-Fitr

Save the Date – Merk Dir das Datum!

Die Ehrenamtsinitiative „Flüchtlings-und MigrantInnenhilfe Neunkirchen“ und die junge Syrische Kulturgruppe Neunkirchen organisieren das 1.Syrisch-Deutsche Begegnungsfest – Īd al-Fitr , das ganztägig am 01. Juli (Samstag) im Stadtzentrum Neunkirchen stattfinden wird. Das Fest soll dazu dienen, die unterschiedlichsten Kulturen zusammenzubringen. Im Fest erwarten Sie traditionelle Tänze und Lieder der syrischen Folkloregruppe „Söhne Damaskus“, orientalische und internationale Spezialitäten, selbstgefertigte Handarbeiten und Kinderunterhaltung… – wir sind bereits eifrig am Planen und organisieren.
Mehr Information finden Sie in den Einladungen, die wir im Juni rausschicken werden!

Haben Sie Lust, das Fest mitzugestalten und vieleicht sogar einen eigenen Beitrag zu leisten, damit das Fest möglichst bunt und interkulturell wird? Alle Ideen sind willkommen, sei es ein Auftritt auf der Bühne, Kinderunterhaltung, Mitmachaktionen, Übernahme von einigen Kosten, wie notwendige Gebühren, Unterstützung bei… oder…
Kontaktieren Sie uns einfach! Schicken Sie eine Email an: fluechtlingshilfe.pr.nk@googlemail.com mit ein paar Sätzen, was Sie anbieten können, worum es geht, Zeitrahmen usw.
Kontakt auf Arabisch bitte hier: https://www.facebook.com/SoehneDamaskus/?ref=bookmarks

Bitte zögern Sie nicht und antworten Sie bald, damit auch Ihr Name bzw. der Name Ihres Vereins in unsere Druckwerbung aufgenommen werden kann.

Vielen Nichtmuslimen sind viele schönen Seiten der islamischen Lebenspraxis, die ja auch durchaus Ähnlichkeiten damit haben, wie Nichtmuslime ihre Feste begehen, gar nicht bekannt, was schade ist, da dies ganz andere Bilder und Eindrücke vom Islam bieten kann, als die sehr geringen und verzerrenden, die man durch die medialen Debatten bekommt.

Traumatisierung und Integrationshemmnissen

Traumatisierung und Integrationshemmnissen

Hilfsangebote bei Traumatisierung und Integrationshemmnissen von Flüchtlingen.

Im Rahmen der Veranstaltung „Cafe der Kulturen“ wurden im KOMMZentrum mögliche Auslöser und Definitionen von psychischen Erkrankungen im Flüchtlingskontext sowie Hilfsangebote im Umgang damit vorgestellt.
Stellen Sie sich vor, Sie hatten soeben einen schlimmen Autounfall und sind gerade noch mal mit dem Leben davon gekommen. Als erstes schaltet Ihre Psyche in einen Modus, der einerseits betäubt und andererseits adrenalingesteuert innerlich aufwühlt. Zu einer gewissen emotionalen Leere mit gleichzeitiger Übererregung kommen in den darauffolgenden Tagen vielleicht noch Schlaflosigkeit, Nervosität, Weinkrämpfe, Probleme mit Dingen, die im Normalfall zum Alltag gehören und/oder Schreckhaftigkeit bis Ihre Psyche den Vorfall verarbeitet hat und sich wieder normalisiert. Ein Trauma.

Menschen, die aus ihrem Heimatland flüchten mussten, sind oft traumatisiert und viele von ihnen haben belastende Erlebnisse erfahren, die von der Trennung von den Eltern oder Kindern gehen über schlechte Behandlung in Auffanglagern über extremen Hunger und Kälte bis hin zu Folter und Mord oder Bombenanschläge und Überfälle, bei denen sie gesehen und erlebt haben, wie andere Menschen, auch die eigenen Kinder oder Eltern, getötet wurden. Solche Traumata sind schwer vorstellbar und müssen von der eigenen Psyche irgendwie verarbeitet werden.

Vanessa Raumer arbeitet im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge und Migranten/-innen (PSZ) in Saarbrücken, welches Unterstützung bietet bei der Bewältigung von traumatischen Erlebnissen und Integrationsproblemen (Kontakt: raumerv@lv-saarland.drk.de, Telefon PSZ: 0681-9764254). Sie erklärte in der Veranstaltung „Psychische Probleme bei Flüchtlingen, richtiger Umgang und Hilfsangebote“, dass die sog. PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) innerhalb von sechs Monaten auftreten kann und oft begleitet wird von Flashbacks, plötzlich auftretende Bilder der traumatischen Ereignisse mit den dazu gehörigen Gefühlen, wie große Angst, Hoffnungslosigkeit oder Verzweiflung. Auslöser (Trigger) dafür können alltägliche Dinge sein, die von anderen eventuell gar nicht wahrgenommen werden, wie Farben oder Gerüche. Vor allem für Kinder sind zum Beispiel Feuerwerke solche Trigger, wobei die Knallgeräusche sie in große Angst versetzen können, da sie direkt mit Lebensgefahr in Verbindung gebracht werden.

Die Betroffenen können nach schlimmen Ereignissen in Depressionen fallen, das Gefühl haben, verrückt zu werden oder mit dem Alltag nicht zurecht zu kommen oder aber mit Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen ohne organische Ursachen reagieren. Weitere Symptome sind Traurigkeit, Schlafstörungen, Suizidneigung, Albträume, Wut, Angst, Trauer, Amnesie, Fahrigkeit oder sozialer Rückzug. Auch untypische Reaktionen sind möglich, wie im Falle eines jungen Mädchens, das eine Essstörung entwickelte, weil es in den Auffanglagern auf der Flucht oft verdorbenes Essen erhalten hatte, welches es meist direkt wieder erbrechen musste.

In der Veranstaltung thematisierte die Psychologin Raumer ebenfalls unterschiedliche Lebensumstände und Probleme der Geflüchteten, die bewältigt werden müssen und zu Integrationshemmnissen werden können. Zu nennen wären da vor allem der „Kulturschock“ mit fremder Sprache, Schrift und anderen Verhaltensmustern, aber auch Diskriminierung, schlechte Wohnsituation, der erschwerte Zugang zum Arbeitsmarkt oder der unsichere Aufenthaltsstatus von Angehörigen mit Angst vor der Abschiebung zurück in das Land, wo die Traumatisierungen stattgefunden haben. Auch Schuldgefühle spielen eine große Rolle, etwa, die Familie zurück gelassen zu haben oder wenn das eigene Kind bei der Flucht über das Wasser nicht gerettet werden konnte. In solchen Fällen vermitteln die Mitarbeiter des Projektes HOPE des DRK-Landeverbandes für Flüchtlinge mit Bleiberecht Therapieangebote, die die Aufarbeitung und Bewältigung des Erlebten zum Ziel haben.

Im Umgang mit Traumatisierten sind ehrenamtliche Helfer oft überfordert. Als grobe Richtlinie gab es ein paar Tipps, v.a. Zuhören ohne allzu viele Nachfragen, die Erinnerung, dass sie jetzt an einem sicheren Ort sind oder die Anerkennung, was schon alles geschafft wurde. Wenn man damit nicht weiter kommt, ist es angebracht, zu einer Therapie zu raten, aber auch gegebenenfalls zu akzeptieren, dass keine Hilfe gewollt ist.

Text: Katja Janoschek, Öffentlichkeitsarbeit „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises Neunkirchen

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Die Koopeationsveranstaltung von: der Ehrenamtsinitiative „Flüchtlingshilfe Neunkirchen“, dem DRK-Landesverband Saarland e.V./HOPE-Projekt, der Interkulturellen Frauen-Selbsthilfegruppe „Bunte Seelen“ und dem JUZ Neunkirchen.

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Im Rahmen des Projektes „Gelebte Teilhabe und Zusammenarbeit“ vom Ortsverband der Litauer im Saarland, das im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Neunkirchen“ im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
Fotos: Laima Rui

Neunkircher Frühling

Neunkircher Frühling

Am 9.April fand „Neunkircher Frühling 2017“ statt. Mit einem Gemeinschaftsstand präsentierten sich auf dem Stummplatz auch die „Syrische Kulturgruppe Neunkirchen“, die Ehrenamtsinitiative „Flüchtlingshilfe Neunkirchen“ und die Interkulturelle Frauen-Selbsthilfergruppe „Bunte Seelen“. Ein toller Beispiel der Integration, Zusammenarbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Eine gute Gelegenheit für unsere Schützlinge, vieles Neues in der Sache planen, organisieren, sich zu präsentieren praktisch zu erlernen und zu erleben. Tolle Leistung, gute Stimmung!
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Im Rahmen des Projektes „Gelebte Teilhabe und Zusammenarbeit“, das im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Neunkirchen“ im Bundesprogramm „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird
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Syrische Kulturgruppe Neunkirchen: www.facebook.com/SoehneDamaskus/

Interkulturelle Selbsthilfergruppe „Bunte Seelen“:

Fotos: L.Rui, H.-J. Krieger